Unternehmerwissen für Steuerberater & Steuerkanzleien

Veränderung in der Steuerberatungskanzlei

„Jetzt“ als Veränderungsbooster-Warum dieses Wort über Veränderung in der Steuerberatungskanzlei entscheidet

Geht nicht?

Es gibt einen Satz, den ich in Beratungen ständig höre: „Das geht mit meinem Mandanten nicht.“„Das geht mit meinen Mitarbeitern nicht.“„Das geht mit meiner Software nicht.“Kurz gesagt: „Das geht nicht.“ Und genau dieser Satz taucht fast immer dann auf, wenn es um Veränderung in der Steuerberatungskanzlei geht.

Ich bin ein Fan von Sprache. Denn Sprache ist Denken. Und mein neues Lieblingswort ist ein kleines, unscheinbares Wort mit vier Buchstaben:

J e t z t.

Warum dieses Wort so mächtig ist – und warum es bei Veränderung in der Steuerberatungskanzlei den Unterschied macht – darum geht es hier.

„Das geht nicht“ blockiert Veränderung in der Steuerberatungskanzlei

„Das geht nicht“ klingt sachlich. Vernünftig. Realistisch. In Wahrheit ist es oft eine Denkblockade. Der Satz beendet Diskussionen. Er schützt vor Unsicherheit. Und er verhindert zuverlässig jede ernsthafte Veränderung in der Steuerberatungskanzlei. Das Problem: Er formuliert eine endgültige Wahrheit.

Und genau hier kommt das Wort „jetzt“ ins Spiel.

Die zwei Gesichter von „jetzt“ bei Veränderung in der Steuerberatungskanzlei

Das Wort „jetzt“ hat zwei völlig unterschiedliche Wirkungen:

„Jetzt“ als Panikbeschleuniger

Das Wort „jetzt“ hat zwei völlig unterschiedliche Wirkungen:

„Wir müssen jetzt digitalisieren.“
„Wir müssen jetzt Prozesse umstellen.“
„Wir müssen jetzt mehr beraten.“

Dieses „jetzt“ erzeugt Druck. Und Druck führt bei Veränderung in der Steuerberatungskanzlei selten zu klugen Entscheidungen – sondern oft zu Überforderung.
Wenn alles sofort passieren soll, fehlt Raum für Struktur, Schulung und Mitnahme der Beteiligten. Das Ergebnis ist Widerstand.

Nicht, weil Menschen grundsätzlich gegen Veränderung in der Steuerberatungskanzlei sind.

Sondern weil sie gegen Überforderung sind.

„Jetzt“ als Panikbeschleuniger

Dreh den Satz minimal:
Aus „Das geht nicht“ wird „Das geht jetzt nicht.“

Plötzlich ist es keine endgültige Absage mehr, sondern eine Momentaufnahme.
Und damit beginnt echte Veränderung in der Steuerberatungskanzlei.
Denn nun stellen sich automatisch andere Fragen:

Was genau verhindert es aktuell?
Welche Kompetenz fehlt?
Welche Struktur fehlt?
Welche Klarheit fehlt?

Aus einer Blockade wird eine Analyse.

Und Analyse ist der erste Schritt jeder strategischen Veränderung in der Steuerberatungskanzlei.

Praxisbeispiel: Mandanten und die digitale Zusammenarbeit

Klassischer Satz:

„Unsere Mandanten sind nicht digital. Das geht nicht.“ Ergänzen wir das kleine Wort: „Unsere Mandanten sind jetzt nicht digital.“ Sofort verschiebt sich die Perspektive. Dann geht es nicht mehr um Unfähigkeit, sondern um Entwicklung.
Eine Kanzlei, die ich begleitet habe, stand genau an diesem Punkt. Statt die Diskussion mit „geht nicht“ zu beenden, stellte sie sich drei Fragen:

  1. Was müssen Mandanten verstehen?
  2. Welche Unterstützung brauchen sie?
  3. Wie konsequent sind wir selbst?

Es folgten klare Kommunikation, strukturierte Einführung und verbindliche Regeln.

Ergebnis: Der Großteil der Mandanten arbeitete innerhalb eines Jahres digital.

Nicht, weil es von Anfang an ging.

Sondern weil man akzeptiert hat: Es geht jetzt noch nicht – und genau deshalb arbeiten wir daran.

So funktioniert Veränderung in der Steuerberatungskanzlei.

Praxisbeispiel: Mitarbeitende und neue Beratungsleistungen

In unserem Workshop: „BeraterKanzlei – Alltagsberatung“ geht es unter anderem darum, für Buchhaltungsmandanten vierteljährliche BWA-Gespräche als feste Dienstleistung zu etablieren – also nicht nur die nackte BWA zu versenden, sondern kurz aktiv über Entwicklung, Liquidität und Abweichungen zu sprechen. Die Reaktion neben dem typischen „Und wann sollen wir das bitte noch machen?“ war bei einigen Kanzleileitungen: „Das geht mit meinen Mitarbeitern nicht.“/ „Das geht mit unseren Mandanten nicht.“

Die ehrlichere Version lautet: „Es geht jetzt noch nicht.“

Warum?

Unsicherheit. Fehlende Übung. Angst vor Fehlern.

Statt das Projekt zu beerdigen, haben wir darüber diskutiert, was notwendig ist, damit es dann in vielleicht sechs Monaten funktioniert.

  • Fachliche Weiterbildung
  • Gesprächsleitfäden
  • Interne Testphase ohne Aussengespräche mit Mandanten
  • Begleitung der ersten Termine

Was sich dadurch verändert?

Nicht die Menschen.

Die Perspektive auf Veränderung in der Steuerberatungskanzlei.

„Jetzt“ als Führungsinstrument für Veränderung in der Steuerberatungskanzlei

Als Kanzleiinhaber oder Führungskraft setzt Du das Tempo. Wenn Du „jetzt“ permanent als Druckmittel verwendest, entsteht Hektik. Wenn Du „jetzt“ als Analyseinstrument nutzt, entsteht Klarheit.
Veränderung in der Steuerberatungskanzlei braucht Zielklarheit – aber auch Entwicklungsschritte.

Nicht alles geht sofort.
Aber vieles geht früher, wenn Du aufhörst, es für unmöglich zu erklären.

Fazit: Ein kleines Wort, große Wirkung für Veränderung in der Steuerberatungskanzlei

Achte beim nächsten Mal auf Deine Sprache. Wenn Du Dich sagen hörst: „Das geht nicht“, ergänze gedanklich ein Wort.: Jetzt.

„Das geht jetzt nicht.“

Und plötzlich entsteht Raum. Raum für Planung. Raum für Lernen. Raum für Entwicklung.

Veränderung in der Steuerberatungskanzlei ist kein hektischer Sprint. Sie ist ein bewusster Prozess.

Und manchmal beginnt dieser Prozess mit einem einzigen Wort.

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